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Führerschein trotz Handicap

Eine plötzlich auftretende körperliche Einschränkung (Behinderung) ist für das Leben der Betroffenen in jeder Hinsicht ein einschneidendes Ereignis. Im Bereich des Straßenverkehrs gilt: Alle bislang erworbenen Fahrerlaubnisklassen erlöschen von diesem Moment an automatisch.
(siehe auch FEV §11 –Voraussetzungen für die Erteilung einer Fahrerlaubnis)

Feststellung der Fahreignung

Der Betroffene muss beim Straßenverkehrsamt eine Fahreignungsüberwachungsfahrt beantragen. Tut er dies nicht, ist der Tatbestand „Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis“ erfüllt. Zudem entfällt in diesem Fall der Versicherungsschutz.

„Mögliche Eintragungen und Auflagen der Fahrerlaubnis können allerdings auch jederzeit durch eine erweiterte Fahreignungsüberwachungsfahrt geändert werden. Wir arbeiten hierbei eng mit regionalen Fahrschulen zusammen, die sich mit uns ganz dem Thema Mobilität ohne Grenzen widmen. Kooperationspartner ist weiterhin der TÜV Rheinland“, erklärt Wilhelm Költgen.

umbauten von fahrschul fahrzeugen durch koeltgen gmbh

Zur (Wieder-)Erlangung einer Fahrerlaubnis sind zwingend notwendig:

1. Schritt

Ein verkehrsmedizinisches Gutachten ist erforderlich. Der Verkehrsmediziner wird Art und Umfang der körperlichen Einschränkung feststellen und aus medizinischer Sicht mögliche Hilfsmittel und Auflagen benennen. Bei positiver Begutachtung muss die zuständige Verkehrsbehörde (SVA / Landratsamt) informiert werden, und einen Prüfantrag an den TÜV oder die DEKRA senden.

WICHTIG – der oder die Antragsteller*in kann sich die Prüforganisation aussuchen!

2. Schritt

Falls durch das verkehrsmedizinische Gutachten eine orthopädische Versorgung stattfinden muss, um z.B. geeignete Stützsysteme für Hand/Arm, oder Fuß/Bein zu gewährleisten, sollte eine sachkundige Orthopädiewerkstatt zur Seite gestellt werden.

3. Schritt

Im nächsten Schritt muss ein entsprechendes Fahrzeug angeschafft und umgerüstet werden. Hierbei ist zu beachten, dass abweichend und unabhängig von der gutachterlichen Stellungnahme des Mediziners der für die Fahreignungsprüfung zuständige Mitarbeiter des TÜV oder der DEKRA im Rahmen seines Ermessensspielraums Art und Umfang der Umrüstung sowie geeignete Auflagen formulieren kann. Dies sollte im Vorfeld geklärt sein, um ungewollte Überraschungen (Auflagen) im Vorfeld zu umgehen.

4. Schritt

Zur Vorbereitung der Fahreignungsprüfung ist eine geeignete und erfahrene Fahrschule zu suchen, die auf dem Gebiet der behindertengerechten Fahrausbildung tätig ist.

Die Praxis hat erwiesen, dass ein intensives Fahrtraining die Automatismen fördert, die nun neu zu erlernen sind und für ein sicheres Fahrverhalten sorgen. Über die möglichen Eintragungen (Auflagen und Schlüsselzahlen) in den Führerschein informieren wir Sie gerne in einem persönlichen Gespräch. Eine enge Zusammenarbeit mit uns, der Fahrschule und dem TÜV/der DEKRA ermöglicht eine unbürokratische und effiziente Fahrausbildung. Diese kann auch in einem konzentrierten Ausbildungsprogramm für Neu- und Wiedereinsteiger absolviert werden. Selbstverständlich kann der oben beschriebene Weg der behördlichen Instanzen auch am Wohnort beschritten werden.

Haben Sie noch Fragen?

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